Mit offenen Augen das Mittelalter in Würzburg erleben

Wohnhaus TilmanRiemenschneider FranziskanergasseMit dem bekannten Stadtführer Rudi Held durchstreifte die Klasse 7 a der Wolffskeel Realschule am 25. Februar 2015 die Würzburger Innenstadt, um viel Interessantes über das mittelalterliche Leben, die Gesellschaft und die Kultur in ihrer Stadt zu erfahren.

Viele Bauwerke wie der Dom, das Neumünster, die Marienkapelle, das Rathaus oder die Alte Mainbrücke, die heute selbstverständlich zum Stadtbild gehören und an denen jeder schon sehr oft vorbei gelaufen ist, bergen in sich viele Erinnerungen und Anekdoten, die Herr Held den Schülerinnen und Schülern lebendig und anschaulich erzählt hat.

Außer den genannten Bauwerken wurden auch berühmte Würzburger Persönlichkeiten vorgestellt. Neben den Frankenaposteln Kilian, Kolonat und Totnan im Neumünster, zu denen jedes Jahr im Juli immer noch viele tausend Pilger wandern, wurde auch das Grab von Walther von der Vogelweide, dem “berühmtesten Popstar des Mittelalters” im Lusamgärtchen besucht. Eine Kostprobe der mittelhochdeutschen Lyrik sowie einen Tipp, wie man Liebeskummer heilen kann, gab es dort. Anschließend wurde der bekannte Würzburger Bürgermeister und Bildschnitzer Tilman Riemenschneider an seinem Wohnhaus in der Franziskanergasse besucht. Die Abrundung der Stadtführung fand in der gotischen Marienkapelle statt, in der auch die rechte Hand des Ritters von Schaumberg, der auf der Rückkehr von einem Kreuzzug verstorben war, zur letzten Ruhe gebettet ist. Die Grabplatte des Ritters wurde von Riemenschneider gestaltet.

Faszinierend, wie viele Erinnerungen an das Mittelalter in Würzburg noch heute gegenwärtig sind, wenn man mit offenen Augen in unserer Altstadt unterwegs ist.

D. Königer, B. Kilian