Web 2.0 – Macht das „neue” Internet Schule?

Eine Betrachtung über das Internet und die Neuerungen auf unserer Homepage.

georg6.jpgGlaubt man den Feuilletons der Wochenzeitungen, dann hat mit Web 2.0 ein neues Zeitalter begonnen. Web 2.0 gilt als Weiterentwicklung des bisher eher statischen alten Internets und nutzt eine Reihe neuer interaktiver Techniken und Dienste.
Schlag­wor­te für den neuen Zeitgeist sind Wikis, Web­logs, Podcasts und Feeds. Populär sind Bild- und Video­portale sowie Tauschbörsen. Die jeweils be­kann­­testen davon sind flickr, youtube und torrent.
Ermöglicht wird das neue „Mitmach-Internet“ durch große Bandbreiten mit höheren Upload­raten, neuen Servertechniken und durch die Einbe­zie­hung externer Geräte wie z. B. Fotohandys. Die nötige Software ist kostenlos und frei nutzbar, oft genügt der Internetbrowser für die meist einfachen und maßgeschneiderten Anwen­dungen.
Im Vordergrund steht zunehmend das aktive Mitwirken des Einzelnen an den Inhalten des World Wide Web. Diese werden nicht mehr nur zentralisiert von den großen „Medien“, der „vierten Gewalt“, erstellt, sondern immer mehr auch von unabhängigen Personen, die sich untereinander vernetzen, der „fünften Gewalt“. Die gesellschaftlichen Auswirkungen umfassen eine vielfältig Palette, von der Ausübung der Meinungs­freiheit bis zur Verletzung von Schutzrechten.
Schüler probieren die neuen Möglichkeiten spielerisch und wollen zumeist „Spaß“ daran finden. Dabei übersehen sie oft, dass sehr schnell die Grenzen überschritten sind. Dies ist z. B. dann der Fall, wenn andere Personen gegen ihren Willen oder ohne ihr Wissen fotografiert oder gefilmt werden, und dazu noch dieses Material ins Internet gestellt wird. Auch das „Lustigmachen“ über andere ist spätestens dann nicht mehr „witzig“, wenn es durch die Communities im Internet verbreitet wird und zudem noch beleidigend ist (Cybermobbing).
Es ist Aufgabe der Schule einerseits den negativen Anwendungen der neuen Technik durch Aufklä­rung, aber auch angemessenen Ordnungs­maß­nahmen entgegenzusteuern und andererseits, positive Einsatz­möglich­keiten für Schule, Lernen und Unterricht zu entwickeln.
So wird derzeit über das Bayerische Realschulnetz eine Groupwarelösung für modernes Schul­management sowie eine internetgestützte Kom­mu­ni­kationsplattform für Lehrer, Eltern und Schülern aufgebaut. Erste Schritte sind an unserer Schule bereits eingeleitet, so haben wir z.B. jetzt unsere neue Internetseite in Form eines Weblogs veröffentlicht. Als Content-Management-System (Inhaltsverwaltungssystem) wird WordPress verwendet.
Ein Weblog, häufig abgekürzt als Blog (Wortkreuzung aus engl. Web „Netz“ und lat. logeum „Archiv“) ist ein digitales Tagebuch. Dabei steht der aktuelle Beitrag an oberster Stelle, ältere Beiträge folgen in umgekehrt chronologischer Reihenfolge. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als bloggen bezeichnet.
Wir betrachten unseren weblog als ‚corporate blog’, d.h. als öffentlichen Internetauftritt, der insbesondere auch der Identifikation mit unserer Schule dient. Autoren sind Lehrer, aber auch Schüler u. a. können Beiträge und Kommentare veröffentlichen. Dazu wird lediglich ein Computer mit Internetzugang benötigt.
Die neue Adresse lautet:
www.wolffskeelschule.de (ohne Bindestrich!)

Georg Tiefenbacher