Betriebspraktikum der 9. Klassen

Traditionsgemäß wurde das Betriebspraktikum der 9. Klassen an unserer Realschule auch wieder in diesem Schuljahr 2018/2019 durchgeführt. In der Schulwoche vom 25.02.2019 bis 01.03.2019 hatten unsere Schülerinnen und Schüler Gelegenheit, erste Erfahrungen in der Berufswelt zu sammeln und sich so beruflich zu orientieren.

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Das Betriebspraktikum soll die Jugendlichen auf die Berufswahl vorbereiten, indem sie
  • sich Kenntnisse über Berufe, Berufsrichtungen oder Berufsfelder aneignen,
  • den beruflichen Alltag am Arbeitsplatz erleben,
  • durch praktische Mitarbeit selbst Erfahrungen sammeln und sich selbst erproben,
  • eigene Berufswünsche an den Anforderungen der Praxis überprüfen,
  • die im Unterricht erworbenen Kenntnisse in der Praxis vertiefen.

Jeder Realschüler musste sich die Frage stellen, in welche Branche man für eine Woche hineinschnuppern wollte. Handwerk, Industrie oder Dienstleistungsgewerbe? Im medizinischen oder im pädagogischen Bereich? Unsere Schülerinnen und Schüler zeigten sich vielseitig interessiert: Von Architekturbüros wie Architekturbüro Backmund, Menig & Partner Architekten Ingenieur, Hofmann Keicher Ring Architekten, hjp Architekten über Industriebetriebe und Speditionen wie Koenig & Bauer, Konecranes, Gebr. Reinfurt GmbH & Co. KG, Spedition Geis über IT-Firmen wie Vogel communications GmbH, Yes Yaveon Enterprise Solutions, über Handwerksbetriebe wie Schreinerei Heckelmann & Kirchner, Schreiner Rainer Busch, Trageser Meisterbetrieb, Schreinerei Feustel, bis hin zu Universitätskliniken, Arztpraxen, Kindergärten und Polizei reichten die Einsatzorte der Wolffskeel Schüler – und diese Aufzählung ist längst nicht vollständig.

Alle Schüler mussten sich dazu im Vorfeld selbständig um einen Praktikumsplatz kümmern.

Folgende anspruchsvolle und spannende Berufe im Berufsfeld Technik und Handwerk wurden von unseren Realschülern ausgewählt: Fachinformatiker/in, Elektroniker/in, Mechatroniker/in, Technischer Produktdesigner/in, Bauzeichner, Architekt/in, Industriemechaniker/in, Kfz-Mechatroniker, Schreiner, Zimmermann, Maler und Verputzer. Aber auch kaufmännische Berufe wie Automobilkaufmann, Bankkauffrau/-mann, Industriekauffrau/-mann und Großhandelskauffrau/-mann waren bei unseren Schülern beliebt. Soziale Berufe und Berufe aus dem Gesundheitswesen kamen auch nicht zu kurz. Hier schnupperten einige Schüler/innen in Berufe wie Erzieherin, Grundschullehrerin, Polizist/in, Physiotherapeut/in, medizinische Fachangestellte, pharmazeutisch technische Assistentin, Allgemeinmediziner/in, Zahnarzt/-ärztin und Kieferorthopädin.

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Praktikant: Sebastian, Kl. 9 A – Menig & Partner Architekten Ingenieure

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Praktikant: Timo, Kl. 9 C – Koenig & Bauer, Würzburg; Mechatroniker

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Praktikant: Bastian, Kl. 9 C – Konecranes, Würzburg; Industriemechaniker

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Praktikantin: Karolina, Kl. 9 C – Dr. Klaus Keß Kieferorthopäde

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Praktikant: Victor, Kl. 9 C – Audi-Zentrum Würzburg; Automobilkaufmann

Betreut wurden unsere Realschüler während der gesamten Praktikumswoche vorwiegend von unseren engagierten Lehrkräften aus den Fachbereichen BwR/IT. Praktikumsbesuche bei Firmen und Firmenvertretern als auch intensive Gespräche mit Ausbildern und betrieblichen Ansprechpartnern standen hierbei im Vordergrund. Der überaus enge Kontakt zwischen Schule und Betrieb ermöglichte auf diese Weise die Klärung einiger wichtiger Fragen: Welche Erwartungen und Anforderungen werden an den jeweiligen Ausbildungsberuf gestellt? Welche Voraussetzungen sollte der Bewerber mitbringen? Wie sehen die Beschäftigungsmöglichkeiten und Anschlussperspektiven für unsere Schüler im Betrieb und in der Umgebung aus? Welche Art der Bewerbung bevorzugt der künftige Arbeitgeber:

Online-Bewerbung oder klassische Bewerbungsmappe? Kann das Praktikum ein Türöffner sein für den späteren Ausbildungsplatz?

Die Resonanz unserer Realschüler im Hinblick auf das Betriebspraktikum fiel durchweg positiv aus. So ist für die meisten Schüler ein Acht-Stunden-Tag im Betrieb doch anstrengender als ein Schultag, jedoch zeigten sich die Praktikanten begeistert von der „Schnupperwoche“. Natürlich gab es andererseits auch einige Schüler, die seit ihrem Praktikum wissen, dass sie diesen Beruf auf keinen Fall in die engere Wahl ziehen werden. Auch diese Erfahrung ist eminent wichtig: Wenn schon das Praktikum kein großes Interesse geweckt hat, dann wird es eine Berufsausbildung oder ein Studium wohl auch nicht.

Auch das Feedback vonseiten der Ausbilder konnte sich sehen lassen. Mit Lob wurde nicht gegeizt. Unseren Schülerinnen und Schülern wurden überaus gute bis sehr gute fachliche Kenntnisse bescheinigt. An Motivation und Einsatzbereitschaft mangelte es auch nicht. Einigen unserer Realschüler wurde bereits ein Ausbildungsplatz in Aussicht gestellt. Toll!

Die Gespräche nach der Praktikumswoche haben gezeigt, dass die meisten mit ihren Praktikumserfahrungen sehr zufrieden waren – und sogar noch ein weiteres Praktikum in Betracht ziehen. Das Betriebspraktikum war somit ein voller Erfolg und bestärkt uns, diese Praktikumswoche auch im nächsten Schuljahr wieder durchzuführen.

Bettina Kilian